Sue Riahi                             

      Heilpraktikerin und Dozentin

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Klassische Homöopathie

 

Friedrich Christian Samuel Hahnemann wurde am 10. April 1755 in Meissen (Elbe) geboren. Nach seiner Schulausbildung in der Fürstenschule St. Afra studierte er in Leipzig und Wien Medizin. Seine Promotion erlangte er 1779 in Erlangen.

Anschließend ließ er sich als Arzt in Hettstedt nieder und absolvierte zusätzlich eine pharmazeutische Ausbildung. Er war tätig als Arzt, Chemiker, Pharmazeut und Übersetzer, um nur einige seiner „ruhelosen“ Tätigkeiten zu nennen.

Nach einer regelrechten „Wanderschaft“ durch die Lande, bei der er auch immer wieder gegen die Missstände der Medizin rebellierte, kehrte er 1789 nach Leipzig zurück.

Er übersetzte ein Jahr später die Arzneimittellehre von William Cullen. In einer Fußnote dieser Übersetzung kritisierte Hahnemann, dass Cullen die Wirkung der Chinarinde auf deren magenstärkende Eigenschaften zurückführte. Es folgten Selbstversuche mit eben dieser Chinarinde, die Hahnemann dokumentierte und die ihn zu dem Ergebnis brachte, dass die Fähigkeit der Chinarinde, ähnliche Symptome hervorzurufen, zur Heilung der Malaria führe.

Später folgten viele weitere dieser Arzneimittelprüfungen zusammen mit seinen Studenten. Es entstand 1810 sein erstes Grundlagenwerk „Organon der rationellen Heilkunde“, welches später „Organon der Heilkunst“ genannt wurde.

Diese Heilkunde basiert also auf dem Prinzip „Similia similibus curentur – Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden“. Eine Substanz, die beim Gesunden bestimmte Symptome hervorruft, soll ähnliche Symptome beim Kranken heilen. Ein schönes Beispiel ist die Küchenzwiebel (Allium cepa), die bekanntlich beim Gesunden die Augen tränen lässt. Entsprechend dem Simile-Gesetz wird Allium cepa als Schnupfenmittel eingesetzt.

Hahnemann starb am 2. Juli 1843 in Paris. Zunächst wurde er auf dem Friedhof Montmatre beigesetzt, später dann zusammen mit seiner zweiten Frau auf dem Friedhof Pere Lachaise.

Die Inschrift seines Grabsteines lautet: „Non inutilis vixi – Ich habe nicht unnütz gelebt.

 

 

© Sue Riahi, 2008