Neurodermitis-Sprechstunde
Bei der
Neurodermitis handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung.
Sie wird neben dem Asthma bronchiale und der allergischen Rhinitis
(Heuschnupfen) dem atopischen Formenkreis zugerechnet. Man spricht hier auch
von endogenem Ekzem oder atopischer Dermatitis.
In Deutschland
sind ca. 7 Millionen Menschen von dieser Erkrankung betroffen. Weit über 10 %
der Schulkinder sind erkrankt.
Die Betroffenen
leiden unter trockener, feuchtigkeitsarmer und hochempfindlicher Haut, einer
Vergröberung der Hautbeschaffenheit und einem oft unerträglichen Juckreiz,
der sie zum Kratzen zwingt. Die dadurch entstehenden Wunden entzünden sich,
da die natürliche Schutzbarriere der Haut durch einen Mangel an essentiellen
Fettsäuren herabgesetzt ist. An sich harmlose Bakterien, die sich auf der
Haut befinden, vermehren sich explosionsartig, und die Haut rötet und
entzündet sich.
Viele
Neurodermitispatienten – in etwa jeder Dritte - leiden zeitgleich an
Allergien (Nahrungsmittel, Hausstaub, Pollen, Getreide usw.) sowie einem
pathologisch durchlässigen Darm, dem sogenannten Leaky-Gut-Syndrom. Die
Darmflora, die Abwehraufgaben erfüllt, ist meist mit den „guten Bakterien“
wie Lacto- oder Bifidobakterien, unterversorgt. Es gelingt den Allergenen
also leichter, diese Abwehr-Barriere zu durchbrechen und in den Blutkreislauf
zu gelangen, um von dort aus zu den Symptomen beizutragen.
Oft findet sich
bei diesen Patienten auch eine Histamin-Intoleranz. Histamin ist ein
Gewebshormon, welches auch in der Nahrung vorkommt, so z.B. in Tomaten, altem
Käse oder Rotwein. Das Histamin wird durch ein Enzym, der DAO, abgebaut. Ist
dieses Enzym nicht in ausreichender Menge vorhanden, wird das Histamin nicht
vollständig abgebaut, was nicht nur zu Migräne, Magen-Darm-Problemen o.ä.
führen, sondern auch den Juckreiz verstärken kann.
Ein Teufelskreis,
den es zu durchbrechen gilt!
Gerade bei diesem
Krankheitsbild ist es wichtig, den Patienten in seiner Gesamtheit zu
behandeln und nicht nur die Hauterscheinungen zu therapieren.
Keine
Neurodermitis ist wie die andere. Was dem einen Patienten hilft, kann für den
anderen völlig wirkungslos sein.
Aus diesem Grund
biete ich eine spezielle Neurodermitis-Sprechstunde an. Hier gilt es,
zunächst die genauen Ursachen der Neurodermitis herauszufinden.
Beleuchtet werden
hier die bisherigen Therapien, die Lebensumstände, die
Ernährungsgewohnheiten, vorhandene Allergien, die bisher durchgeführte
Hautpflege, vermutete Juckreizauslöser etc.
Basierend auf
diesen Ergebnissen wird eine für den Patienten optimale Therapie besprochen
und umgesetzt. Erklärtes Ziel soll es hier sein, die symptomarmen/-freien
Intervalle zu verlängern und den Hautzustand dauerhaft zu stabilisieren.
Familienmitglieder/Partner möchte ich in die Behandlung intensiv mit
einbeziehen. Diese Unterstützung ist für den Patienten sehr wichtig!
Gerne beantworte
ich Ihre Fragen hierzu im Gespräch oder per Email. Haben Sie bitte
Verständnis dafür, dass Behandlungs- oder Therapievorschläge nicht per
Telefon oder Email gegeben werden können.
©
Sue Riahi,
2009
