Neuraltherapie
Bei der
Neuraltherapie handelt es sich um eine Methode, die die Ursachen
verschiedener Erkrankungen über das neurovegetative Nervensystem beeinflusst
und durch gezielte Reizsetzung die Selbstheilungsmechanismen stärken kann.
Die
Verarbeitung von Reizen erfolgt über das Nervensystem, das über ein
erstaunliches Kommunikationssystem – ähnlich einer Schaltzentrale – verfügt.
Sind Reize, die diesen Kommunikationsweg durchlaufen, zu stark, wird die
Kommunikation gestört, und es entsteht eine Blockade. Eine Narbe
beispielsweise, die bei jedem Wetterwechsel schmerzt oder juckt, stellt ein
Störfeld da. Durch Unterspritzen dieser Narbe mit einem Arzneimittel oder
auch mit Kochsalz kann dem abgeholfen werden.
Mögliche
andere Störfelder können Verletzungen, Impfungen, Zahnextraktionen oder auch
Vergiftungen sein. So kann auch jede chronische Erkrankung störfeldbedingt
sein und jede Stelle des Körpers zu einem Störfeld werden. Hier kann
beispielsweise eine Injektion in das entsprechende Störfeld hinein – soweit
anatomisch möglich – eine solche Erkrankung über das Sekundenphänomen (nach
Ferdinand Huneke) auflösen.
Die Wirkung
der Neuraltherapie beruht demnach weniger auf der Wirkung des eingesetzten
Arzneimittels als auf der Einflussnahme übergeordneter Schalt- und
Regelkreise des Körpers.
Bei der
lokalen Neuraltherapie wird das Medikament in den jeweiligen Schmerzort (z.B.
den Rücken) unter die Haut in Form von „Quaddeln“ (erinnert optisch an einen
Mückenstich) gespritzt. Man durchbricht damit den Teufelskreis des
Schmerzgeschehens (Schmerz-Verkrampfung-Übersäuerung-Schmerz).
©
Sue Riahi,
2008
